Hauspost Juli 2026
Maßarbeit aus dem Drucker
Passgenaue Orthesen entstehen im STOLLE Sanitätshaus künftig noch schneller. Möglich macht das eine moderne 3D-Drucktechnik, die seit Anfang des Jahres auch am Standort Schwerin zum Einsatz kommt. Patienten profitieren besonders von kürzeren Wartezeiten.
Lewenberg •
Das STOLLE Sanitätshaus setzt bei der Herstellung individueller Orthesen zunehmend auf moderne 3D-Drucktechnik. Vor allem Hilfsmittel für das Handgelenk oder den Unterschenkel werden auf diese Weise hergestellt. Bislang wurden die Scans der Patienten erfasst und zur weiteren Bearbeitung an das CAD-Team nach Hamburg geschickt. CAD steht dabei für computergestütztes Konstruieren. Nun erfolgt ein wichtiger Teil dieses Prozesses direkt in Schwerin. Die Scans werden unmittelbar an eine Software geschickt. Der Mitarbeiter kann hier das Material und gegebenenfalls die Maße auswählen. Anschließend folgt der 3D-Druck der individuellen Orthese für die weitere Behandlung. „Das verkürzt die Lieferwege von Hamburg nach Schwerin und erleichtert die Abstimmung innerhalb des Teams. Gleichzeitig gewinnen wir wertvolle Zeit, die wir für die Betreuung der Kunden nutzen können“, betont Orthopädie-Techniker-Meister Maik Bartholdt (Foto, l.).
Besonders praktisch: Die Daten können sogar direkt von einem Hausbesuch an die Orthopädie-Werkstatt gesendet werden. „Die vorläufigen Orthesen dienen zunächst als Anprobe- und Testmodelle. So lässt sich prüfen, ob Passform und Funktion den Anforderungen entsprechen. Erst danach erfolgt die weitere Anpassung“, erklärt Maik Bartholdt. Verstärkung erhält das Team bald durch Nils Hutschreuther (r.), der seine Ausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker im August 2027 abschließt. Während seiner Lehre hat er großes Interesse an der 3D-Drucktechnik gezeigt und Erfahrungen beim CAD-Team gesammelt. „Ich habe auch privat einen eigenen 3D-Drucker. Jetzt kann ich mein Hobby zum Beruf machen“, freut sich der 21-Jährige. Gemeinsam mit Maik Bartholdt wird er künftig die Orthesen erstellen, Druckdateien aufbereiten und die Fertigung betreuen.
maxpress/Anna Sophie Schulz
Haare spenden Mut
STOLLE lädt zum Brustkrebsmonat wieder zu einer Aktion ein
Pappelgrund • Auch in diesem Jahr hat sich das STOLLE Sanitätshaus etwas Besonderes für den Brustkrebsmonat Oktober einfallen lassen. Am 9. Oktober können ab 15 Uhr auf dem Feel-Good-Event erstmals Haare für Perücken gespendet werden. Mitmachen können grundsätzlich alle. Voraussetzung ist nur, dass die Haare in einem geflochtenen Zopf mindestens 30 Zentimeter lang und unbehandelt sind. Gefärbte Haare oder Dauerwellen können nicht verwendet werden. Die Idee kommt von STOLLE-Mitarbeiterin Christin Leschien (Foto), die die Aktion mitorganisiert. "Wir überlegen jedes Jahr, was wir machen können, um Menschen zu helfen, die an Krebs erkrankt sind. Da ist mir die Idee mit der Haar-Spende-Aktion gekommen. Ich selbst werde meine Haare auch spenden", erzählt sie. Unterstützung bekommt das STOLLE-Team von Friseuren aus und um Schwerin. Vor Ort schneiden sie die geflochtenen Zöpfe ab. Anschließend werden die gespendeten Haare verschickt und zur Herstellung von Perücken verwendet. "Für viele Betroffene verleiht solch eine Perücke ein Stück neues Selbstvertrauen in dieser schwierigen Zeit", betont sie. Wer seine Haare spenden und an der Aktion teilnehmen möchte, kann sich bis zum 7. Oktober unter 0151 276 301 18 bei Christin Leschien anmelden.
maxpress/ass
Helfer auf vier Pfoten
Als geprüfter Begleithund sorgt Abbi für Ruhe und Vertrauen
Schwerin-Süd • Seit dem ersten Tag gehört Abbi zum Team des Reha-Logistikzentrums von STOLLE und ist dort längst nicht mehr wegzudenken. Die zweijährige Goldendoodle-Hündin gehört zu Mitarbeiterin Sabrina Meier (Foto) und ist seit ihrem Welpenalter regelmäßig mit am Arbeitsplatz. Gemeinsam haben die beiden im Mai erfolgreich die Begleithundeprüfung bestanden. Dabei wurde auf die Gehorsamkeit des Hundes und auf das Verhalten in der Öffentlichkeit geschaut. „Abbi und ich sind ein eingespieltes Team. Gegenüber anderen Menschen ist sie sehr feinfühlig und die Ruhe in Person. Auch ihre sensible und freundliche Art zeichnet sie aus“, betont Sabrina Meier. Künftig soll die Hündin Hausbesuche zur Beratung und Anpassung von Hilfsmitteln begleiten und insbesondere Kindern die Ängste nehmen. Die Mitarbeiter entscheiden individuell, bei welchen Besuchen Abbi unterstützen kann. Dafür sind Sabrina Meier und ihre vierbeinige Kollegin auch direkt vor Ort im Einsatz. Besonders bei angespannten oder aufgeregten Patienten sorgt Abbi für eine ruhige Atmosphäre. Ein weiterer Pluspunkt: Goldendoodles gelten als allergikerfreundlich, da sie kaum haaren. „Bisher hat noch kein Patient allergisch auf Abbi reagiert“, freut sich Sabrina Meier. Auch bei Veranstaltungen könnte Abbi künftig häufiger dabei sein. Die Voraussetzung bringt sie auf jeden Fall mit und die Freude der Patienten bestätigt jeden Tag, wie wertvoll ihr Einsatz ist.
