Sensomotorik oder Hilfe zur Selbsthilfe

Sensomotorische, neurodynamisch wirkende oder auch propriozeptive Einlagen sind ein aktives Einlagenkonzept. Sie gehören zu einer modernen ganzheitlichen Versorgung die überall dort zur Anwendung kommen sollte, wo die Muskulatur aufgrund von Fehlstellungen oder neurologischen Erkrankungen nicht richtig arbeitet, bzw. falsch angesteuert wird.

Sensorisch wirkende Einlagen werden als therapeutisches Mittel genutzt, um den Träger die Möglichkeit zu bieten „richtige“ Bewegung zu entdecken und nah an den physiologischen Ausgangspunkt zurückkehren zu können.

Sensomotorische Einlagen verändern über das körpereigene Informationssystem gezielt die Muskelspannung. Das dadurch stärker aktivierte Kompensationsverhalten (Ausgleich) hilft die zu behebenden Beschwerden „aus eigener Kraft“ abzubauen.

Durch ständiges Wiederholen bestimmter Bewegungsabläufe und Muskelaktivitäten wird ein Lernprozess in Gang gesetzt, der es dem Träger ermöglicht, diese Abläufe nach einiger Zeit zu automatisieren und auch ohne Hilfe auszuführen.

Über das spezielle, individuell angefertigte Einlagenrelief wird Druck auf ganz bestimmte Sehnenzüge ausgeübt, was sich, je nach Indikation, hemmend oder aktivierend auf die Muskelspannung auswirkt. Die Aktivierung geschieht über folgenden Regelkreislauf: Bevor ein Aktivierungsbefehl vom ZNS an den Muskel gegeben wird, erfolgt eine Zustandsaufnahme, z.B. Höhe der Muskelspannung, Position der Gelenke, Spannung der Bänder (usw.).

Die Messung/Information wird vom sensomotorischen System verarbeitet, d.h. das Bewegungsmuster wird jetzt über die Bewegungswiederholung beeinflusst, bzw. neu programmiert und dann an den Muskel weitergeleitet. (Denken Sie nur an Ihre ersten Versuche, das Radfahren oder das Schwimmen zu erlernen).

Da wir alle tagtäglich Neues erlernen können, findet dieses Konzept in allen Altersgruppen seine Berechtigung. Kinder stehen am Anfang ihrer Entwicklung - dass erklärt, warum „Sensos“ bei ihnen besonders positiv ansprechen.

Aufgrund der komplexen Wirkungsweise sollte die Maßnahme, Herstellung und Anpassung der sensomotorischen Einlagen nur durch Fachleute erfolgen. Bei uns arbeiten 10 speziell ausgebildete und zertifizierte Mitarbeiter um Ihnen die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Lohnen sich sensomotorische Einlagen?

Die Wirkungsprinzipien sind seit vielen Jahren in der Neuro-Physiologie/-Physiotherapie praktisch erprobt und entsprechen einem medizinisch-naturwissenschaftlich gesicherten und anerkannte Therapiekonzept. Viele Krankenkassen haben das inzwischen erkannt und übernehmen die Kosten für sensomotorische Einlagen.

Einige Krankenkassen verweigern die Kostenübernahme mit Verweis auf fehlende wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise sowie dem Wirtschaftlichkeitsgebot. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass mit sensomotorischen/propriozeptiven Einlagen oftmals schnellere und erheblich bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden konnten, als mit den bis dahin eingesetzten Einlagen und Bandagen.

Wir bitten Sie daher, ggf. selbst das Gespräch mit Ihrer Krankenkasse zu suchen!

Handgefertigte, orthopädische Einlagen machen den Unterschied

Es besteht ein grundlegender Unterschied zwischen orthopädischen Einlagen und normalen Einlegesohlen. Einlegesohlen wärmen z. B. im Winter, geben dem Fuß ein wenig mehr Stoßdämpfung durch den Einsatz weicher Materialien oder sorgen durch Silberfäden für Geruchsneutralität. Einlegesohlen aus dem Schuhfachhandel nützen also nur bedingt. Sie sind durchaus bequem, haben jedoch keine Auswirkung auf die Fußhaltung. Diese Grundanforderung erfüllen nur orthopädische Einlagen vom Fachmann.

Der Fuß ist grundlegend für die Körperstatik und einen gesunden Bewegungsablauf

Unsere Füße brauchen Pflege und Fürsorge, um den täglichen Anforderungen mehrerer tausend Schritte gerecht zu werden. Auch langes Stehen stellt eine Höchstleistung dar. Angeborene oder erworbene Fehlstellungen können nicht ohne Hilfsmittel ausgeglichen werden. Fußfehlstellungen sind die häufigste Ursache für Schmerzen und Probleme in Körperregionen, wie z. B. Knie, Hüfte und Rücken.

Die Hauptaufgaben einer orthopädischen Einlage sind es, eine Fehlstellung zu korrigieren, den Fuß richtig zu betten und an vorher definierten Stellen zu entlasten. Dies führt zur Reduzierung von Schmerzen, Vermeidung von Verletzungen und beugt weiteren Verschleißerscheinungen vor.

Für jeden Fuß die passende Einlage

Orthopädische Einlagen sind Maßanfertigungen. Geruchs- und Schweißreduzierung durch Silberfäden in der obersten Einlagenschicht, aber auch ökologische Kork-Leder-Einlagen oder Karbon-Einlagen für Pumps, die aufgrund ihrer besonders dünnen Bauart in jedes Paar Damenschuhe passen, sind möglich. Für kleine empfindliche Kinderfüße ist ebenfalls gesorgt. Komfortable Weichschaumeinlagen mit bunten Designs erhöhen die Akzeptanz bei Kindern und bringen Spaß beim Toben.

Eine weitere Kompetenz unserer Orthopädie-Schuhtechnik liegt in der Herstellung sensomotorischer Einlagen. Je nach Problem werden nach einer Ganganalyse z.B. schwache Muskeln durch spezielle Erhöhungen auf der Einlage zu mehr Arbeit animiert und Überreizungen der Gelenkkapseln beim Gehen werden durch entlastende Elemente gelindert.

In STOLLE’s Vitalwelten gibt es zusätzlich Sporteinlagen, die auf jede Sportart individuell abgestimmt sind. Je nach auszuführender Bewegung geben sie die richtige Unterstützung und wirken leistungssteigernd. So gibt es Einlagen zum Radfahren aus extra dünnem Karbon, Einlagen zum Laufen, Wandern, Golfen oder so gut wie jede Sportart, die mit Bewegung zu tun hat.

Unsere orthopädischen Einlagen werden von über 30 Orthopädie-Schuhtechnikern in Handarbeit nach Maß gefertigt. Täglich verlassen so über 200 Paar Einlagen unsere Werkstätten.

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